Her damit: Spaß und Freude am Ehrenamt


von Andreas Kopinits am

Vom Täter zum Detektiv!?

Her damit: Spaß und Freude am Ehrenamt. Nach der Winterpause traf sich Maximilian mit dem Obmann auf der Sportanlage. In gereizter Tonlage beschuldigte er Maximilian dem Verein Schaden zugefügt zu haben. Maximilian wusste darauf keine Antwort. Musste das sein, dass er sich den Ärger anderer immer mal wieder anhören soll. Ist es nicht schon genug, dass er einen so großen Teil seiner Freizeit für die Vereinsarbeit aufbraucht?!

“Mache ich das eigentlich nicht weil es mir Spaß macht, oder immer noch, weil es mir mal Spaß gemacht hat? Jetzt nervt es nur mehr.”

Offensichtlich missverständliche Situationen hat er doch in der Arbeit zu Genüge und jetzt auch hier, wo er sich sowas freiwillig zuzieht. Ist das wirklich notwendig?

 

 

 

Überlegt mal, wie war das nochmal mit Spaß, Freude, Hobby usw.  Jedenfalls, Maximilian verteidigte sich und beschuldigte den Gegenüber seinen Tätigkeitsbereich selbst null im Griff zu haben. Doch währenddessen bemerkte er einen Gedanken: „Hey, wirklich, ist das die Reaktion, hast du nix Besseres zu bringen?“ Dreimal tief ein- und ausatmen, Mut und Ruhe fassen. Er hört sich offen seine Beschwerde an und versucht, dass eine Angriffs- bzw. Abwehrhaltung, die bei ihm selbst gerade hochkommt, nicht Überhand gewinnt.

 

Wenn es wichtiger wird: handle, spring über die Mauer, trete aus deinem Schatten, werde aktiv um Missverständnisse aufzuklären und Konflikten vorzubeugen!

 

Nach dem Gespräch war ihm mal klar, dass noch zwei weitere Mitglieder involviert und somit befragt werden müssen, um das begonnene Puzzle zu vervollständigen. Nachdem jeder einmal seine Sicht erzählt hat, führte er eine zweite “Interviewrunde” durch. Es war ihm in dieser möglich, beim Gespräch mit dem jeweiligen Mitglied andere Blickwinkel einzunehmen und so ein Verständnis für die Gesamtsituation zu entwickeln. Zu oft ist es nicht so, wie es auf den ersten Blick scheint.

 

Warum all das überhaupt?

Vielleicht kennt ihr das in eurer ehrenamtlichen Tätigkeit oder Vereinsarbeit, dass ihr gestresst seid, zusätzlich zu beruflichen Lasten kommen Probleme mit engagierten Helfern oder Mitgliedern. Und das Gerede, die Missverständnisse die heute ja schon fast überall auf einem aufspringen sobald man ihnen nur einen Schritt entgegensetzt. Möglicherweise sind Freunde involviert und die Freundschaft droht unter zu großer Last zu zerbrechen. Stellt euch mal vor wie es wäre, bei den ehrenamtlichen Tätigkeiten, die immerhin einen Teil eurer Freizeit in Anspruch nehmen, zu entspannen und diese genießen zu können. Und außerdem, Spaß daran habt mit anderen gemeinsame Interessen zu teilen. Ist das doch euer Wunsch?

Wie wäre es, Konflikte und Unstimmigkeiten Schritt für Schritt aufzuklären und entspannter in die nächsten Treffen zu gehen, mit der Gewissheit im Hinterkopf, das zwischen euch alles ok ist und ihr so sogar Beziehungen vertiefen könntet, wenn ihr möchtet.

 

Mut und Gelassenheit, und Neugierde

Manchmal kann es passieren, dass du Missverständnisse oder Konflikte wahrnimmst. Wenn du die Entscheidung triffst, möglichst sofort, vielleicht aber auch erst später rück zu fragen und so Vermutungen zu aufzulösen, Antworten aufzugreifen und mit denen nochmals detailliert nachzufragen, klärt sich vieles schnell auf.

Befragt so gut es geht alle, die involviert sind und gewinnt die Chance die Situation aus anderen Blickwinkel zu betrachten. Dazu braucht es oft Mut.

 

Dazu braucht es auch oft Neugierde und die Gewissheit, diese neugierige Haltung in den Momenten zu bewahren und manchmal eine aufkommende verteidigende oder angreifende Haltung hinten anzustellen.

Ich behaupte: Das ist es wert!

Maximilian deckte auf: Vor einiger Zeit wurde bei einer gemeinsam getroffenen Vereinbarung locker lässig  zu wenige Detailfragen beantwortet, wodurch der Schaden eigentlich passieren musste. Alle Beteiligten hatten viel daraus gelernt und sehen zukünftigen Konflikten untereinander nun sicherer entgegen. Sie können Probleme mutiger, gelassener und verständnisvoll zukünftig behandeln.

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