

„Europa braucht eine Seele.“ – Václav Havel, Jacques Delors
Der europäische Friedestraum gipfelte 2012 in der Verleihung des Friedensnobelpreises.
Tatsächlich ist die Europäische Union eine beispiellose Friedensinitiative. Doch ist die EU
mit ihren Institutionen – wenn wir sie bloß als methodisches Werkzeug der Integration
betrachten – ein fragiles Konstrukt.
Allzu oft laufen wir Gefahr, die EU auf den Binnenmarkt, die Außengrenze und die Institutionen
zu reduzieren. Doch die EU ist weit mehr als ihre Institutionen. Sie ist weit mehr als ein
gemeinsamer Markt. Sie basiert auf gemeinsamen kulturellen, religiösen und humanistischen
Werten, die sich in unserer Geschichte entwickelt haben. Es sind genau jene geistigen und
kulturellen Quellen, die wir in diesem EU-Lehrgang ganz bewusst in den Diskurs einbringen
wollen. Es geht uns um nichts Geringeres als um das „Herzstück“ der EU, um den innersten Kern,
das, was wir als Seele bezeichnen. Mehr denn je sind wir als Organisator:innen des Lehrgangs
davon überzeugt, dass wir die Seele Europas aufs Neue entdecken müssen.
Wöchentlich wechselnde Expert:innen aus Wissenschaft, Politik & Verwaltung führen durch diverse EU-Themen.
Zusätzlich werden zwei fakultative Studienreisen (je 1 ECTS) zu Institutionen in Brüssel und Rom angeboten.
An zwei Intensiv-Tagen erarbeiten wir gemeinsam mit Expert:innen Kompetenzen im Bereich Peace-Building.
Über die beiden Semester verteilt erarbeiten wir ein Projekt zu einem brennenden Thema.
In diesem Modul wird die Schumann-Erklärung als Grundstein des europäischen Integrationsprozesses
analysiert, wobei die EU-Institutionen, ihre Entscheidungsprozesse, die EU als Rechtsgemeinschaft und
als Friedensprojekt behandelt werden, um zu verstehen, was Europa seine Seele gibt.
In diesem Modul wird die EU als Wertegemeinschaft untersucht, indem Themen wie Gemeinwohl und
Gesellschaft, Menschenrechte und deren Schutz, die Christliche Soziallehre und das Subsidiaritätsprinzip,
die Einheit in Vielfalt durch Identitäten, Nationen und Regionen sowie geistige, spirituelle Inspirationsquellen
und der interreligiöse Dialog behandelt werden.
In diesem Modul werden die aktuellen politischen Herausforderungen der EU analysiert, darunter der Green
New Deal als Nachhaltigkeitsstrategie, die Flüchtlings- und Migrationspolitik, der Europäische Binnenmarkt,
die Wirtschafts- und Währungsunion, die Zukunft des europäischen Sozialmodells, die Agrarpolitik sowie
die Erweiterungspolitik.
In diesem Modul wird die Rolle der EU als globaler Akteur beleuchtet, wobei die Gemeinsame Außen-,
Sicherheits- und Verteidigungspolitik, die Beziehungen zu den USA, China und Russland, die Nahostpolitik,
der Ost-West-Dialog, das Verhältnis zur NATO, die Partnerschafts- und Entwicklungspolitik sowie die EU als
Akteur für Frieden und Verständigung in der Welt thematisiert werden.
Zweitägige Intensiveinheit mit internationalen Speaker:innen
Besuch der EU-Institutionen, fakultativ, 1 ECTS
Besuch diplomatischer Einrichtungen und gemeinnütziger Organisationen, fakultativ, 1 ECTS
Der EU-Lehrgang bietet eine einzigartige Ausbildung für eine neue Qualität europäischer Zusammenarbeit.
Es soll fachliches „Handwerkszeug“ vermittelt und der Blick auf die „geistigen“ Schätze sowie die europäische
Identität vertieft werden.
CIFE (Centre international de formation européenne) ist eine von sieben europäischen Exzellenz-Hochschulen,
die im Rahmen des Erasmus-Programms von der Europäischen Kommission finanziell unterstützt werden.
Der CIFE-Lehrgang wird in Wien von der Akademie für Dialog und Evangelisation, einer innovativen
Bildungseinrichtung der kath. Gemeinschaft Emmanuel, durchgeführt.
Bei Erwerb eines Zeugnisses gelten die normalen Bedingungen einer Universitätszugangsberechtigung oder
einer vergleichbaren Qualifikation. Für den Erhalt eines Zertifikates ist neben der Anwesenheitspflicht (80%)
die positive Absolvierung der Abschlussprüfung ausschlaggebend. Die Gesamtbewertung setzt sich aus der
schriftlichen Abschlussprüfung (75%) und der Projektarbeit (25%) zusammen.
Der Lehrgang, bestehend aus vier Modulen, der Projektarbeit und dem Studientag entspricht fünf ECTS-Credits,
für die (fakultativ) Teilnahme an den Studienreisen werden jeweils ein ECTS-Credit angerechnet, was in maximal
sieben anrechenbare ECTS-Credits resultiert. Diese werden gemäß den Bologna-Kriterien in der ECTS-Infobroschüre
auf unserer Website aufgelistet. Die Anerkennung der ECTS erfolgt über Ihre jeweilige Universität, sofern diese
die ECTS-Credits des Lehrgangs anrechnet.
| Datum | Uhrzeit |
|---|---|
| 3., 10., 17., 24. November 2026 | 17:30–19:30 Uhr |
| 1., 15. Dezember 2026 | 17:30–19:30 Uhr |
| 19., 26. Januar 2027 | 17:30–19:30 Uhr |
| 2., 9., 16. März 2027 | 17:30–19:30 Uhr |
| 6., 13., 20., 27. April 2027 | 17:30–19:30 Uhr |
| 4., 11., 18. Mai 2027 | 17:30–19:30 Uhr |
| 2., 8., 15. Juni 2027 | 17:30–19:30 Uhr |
*Abendtermine 17:30–19:30 Uhr
Studientage: 23. & 24. April 2027
Abschlussprüfung: 22. Juni 2027
Zertifikatsübergabe: 29. Juni 2027
Brüssel: 13.–15. Januar 2027
Rom: 26.–28. Mai 2027
Berufstätige: 450 EUR pro Semester
Studierende: 215 EUR pro Semester
Studienreisen nicht inbegriffen.
Akademie für Dialog & Evangelisation
Schenkenstraße 2, 1010 Wien
Tel: 01 532 5632 0
E-Mail: office@akademie-wien.at
Website: akademie-wien.at
*Mögliche Ergänzungen und Änderungen vorbehalten.
Ehemalige EU-Generalanwältin, Univ.-Prof. für Europarecht
Honorarprofessor für europäischen Menschenrechtsschutz, Universität Graz
MEP, NEOS/RENEW
Hon.-Prof. an der Universität Köln, CIFE Senior Researcher
Richter am Europäischen Gerichtshof
Univ. Prof. Dr., Universität Innsbruck
Ökonom, Direktor des WIFO
Univ. Prof. Dr., Universität Wien
Generalsekretär der Österreichischen Gesellschaft für Europapolitik
Abgeordneter zum Europäischen Parlament, ÖVP
Abteilungsleiter EU-Koordination, BMBWF
EU-Kommissar
Abgeordneter zum Europäischen Parlament, Die Grünen
Univ. Prof. Dr., Universität Wien
Generaldirektor des CIFE
Univ. Prof. Dr., Universität Wien, Sonderberichterstatter der UNO
Programmdirektorin, CIFE Berlin
Lehrgangsleiter & Geschäftsführer der Akademie
Projektleiter
Gefördert von der Europäischen Union