Papst Franziskus – ein Populist an der Spitze der Kirche?


von Boris Porsch am

Papst Franziskus bewegt die Menschen…

Innerhalb und ausserhalb der Kirche. Vor allem auf Seiten der konservativ-traditionellen Kirchenmitglieder regt sich harscher Widerstand gegen Papst Franziskus. Immer neue Vorwürfe werden aus der Trickkiste gezogen. Die meisten dieser Vorwürfe schaden jedoch am ehesten der Kirche selbst, und zeigen gleichzeitig, dass die meisten Kritiker noch nicht in der Gegenwart angekommen sind, in der sich die Kirche heute eigentlich befindet.

Die Anliegen von Papst Franziskus stehen in einer Kontinuität zu seinen Vorgängern bis zum Konzil zurück. Ist es wirklich so schwierig zu sehen, dass Papst Franziskus auf praktischer Seite das zu verwirklichen sucht, was seine Vorgänger theologisch vorbereitet haben?

Das Konzil markierte eine fundamentale Wende hin zu einer geschärften Sicht auf Gott und die Kirche.

Die Frage war:

Wie verwirklicht man heute Kirche, die ein Abbild eines Gottes sein sollte, der als trinitarischer in sich Beziehung ist?

Reichen ! Eben der Aspekt der Beziehung, die Liebe nun einmal ist, blieb die vergangenen Jahrhunderte eher unbeachtetes Randthema. Ein Übergewicht auf der amtlich/strukturellen Seite führte die Kirche in eine Starrheit, aus der sie sich nun kaum mehr zu lösen vermag. Man braucht sich ja nur anzuhören, was Menschen von der Kirche denken, die nicht in der Kirche sind!

 

Franziskus steht für eine konkret werdende Umsetzung der Anliegen, die im II. Vaticanum ihren Ursprung haben. Er steht für eine Öffnung der Kirche gegenüber der Welt einerseits und andererseits für eine Verinnerlichung dessen, was Christus  wirklich ist – Die Wiederherstellung der Beziehung zwischen Gott und dem Menschen. Da die Freundschaft mit Christus ein Vorgang der Liebe, ja zutiefst Beziehung ist und für jeden Menschen die Liebe Gottes konkret  erfahrbar macht, ist es so schwer, diesen Vorgang begrifflich zu fassen. Liebe ist kein leicht definierbarer Begriff.  Und genau daran setzen aber  viele ihren Kritikpunkt. Dass nämlich die Aussagen des Papstes so unscharf und mehrdeutig sind.

 

Papst Franziskus weiß genau, dass Gott sich in der Erfahrung des Menschen anwesend macht und gibt den Gläubigen deshalb keine zu befolgenden Regelwerke auf, sondern fordert sie dazu auf, selbst Erfahrungen mit Gott zu machen. Hierzu gibt er praktische Vorschläge, die dazu dienen, sich der Freude des Evangeliums zu öffnen (siehe Encyclica „Evangelii Gaudium“ www.vatican.va ).

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