Medienbildung an Schulen, JETZT!


von Magdalena Mayer am

Medienbildung an Schulen, JETZT!

In der heutigen Zeit sind wir im ständigen Kontakt mit Medien. Und das auch schon im Kindesalter. Es ist deshalb unerlässlich, Kinder in den Schulen über Medien aufzuklären und ihnen einen kritischen Umgang damit zu lehren.

Schüler mit iPads

Foto: Brad Flickinger – flickr.com

Entwicklung der Medien

Im Laufe der letzten Jahre wurden die klassischen Medien wie Print, Radio oder Fernsehen immer mehr durch digitale Medien wie Internet, Handy und Social Media ergänzt (bzw. verdrängt.)

Eine frühkindliche Medienbildung mag früher nicht notwendig gewesen sein, da Kinder meist erst im späten Jugendalter ein Handy erhielten. Doch heutzutage ist es üblich, dass auch schon Kinder im Volksschulalter ein Smartphone besitzen. Die Kommunikation über neuartige Medien gehört für die jüngere Generation, auch als Digital Natives bekannt, zum Alltag.  Für sie ist die Welt des Smartphones, der Apps und der digitalen Zeitungen eine Normalität. Wie eine Welt früher ohne diese Dinge existieren konnte, können sie sich nicht vorstellen.

Medienflut

Bildungspolitischer Auftrag

Die Entwicklung und Rolle der Medien stellt sowohl eine Chance als auch eine Bedrohung für die Gesellschaft dar. Eine zentrale bildungspolitische Aufgabe ist deshalb, eine kritische und bewusste Auseinandersetzung mit den Medien schon in jungem Alter zu vermitteln. Ab dem Zeitpunkt, wo die Kinder der medialen Flut ausgesetzt sind, sollen sie die notwendigen Werkzeuge vermittelt bekommen, um richtig damit umgehen zu können.

Eine fundamentale Medienbildung fördert den selbstbestimmten und kritischen Meinungsbildungsprozess. Es gilt zu erkennen, welchen Medien oder welchen Beiträgen auf Social Media Plattformen man Glaubwürdigkeit schenken kann. Ein Grundwissen muss geschaffen werden, Satirezeitungen zu erkennen und zweifelhafte Nachrichten zu hinterfragen. Sich dem beabsichtigten manipulativen Einsatz von Bildern bewusst zu sein, um trotzdem zu einer unabhängigen Meinung zu kommen, gehört ebenfalls dazu.

Eng einher mit diesem Thema geht ein weiterer Punkt, der vor allem im Volksschulalter noch eine viel wichtigere Rolle einnimmt – und zwar Aufklärung in Bezug auf Datenschutz. Genauso wie man von den Eltern lernt, dass man einem Fremden auf der Straße nicht seine persönlichen Daten gibt, so muss dies auch in der Online-Welt geschehen.

Herausfordernde Fragestellungen für die Zukunft

In Zusammenhang mit den Medien geht das Thema Digitalisierung, wo uns große Herausforderungen wie zum Beispiel Biohacking oder Cyberwar bevorstehen. Herrn Sonvilla-Weiss, Professor für Mediengestaltung an der Kunstuni Linz, fehlt der Ansatz vom Reagieren zum Agieren.

„Wir sollten uns damit beschäftigen, was wir mit den neuen Technologien alles machen können/ wollen und die Schnittstelle Mensch-Maschine genauer betrachten. Hierbei geht es darum, intelligente Dinge, die uns umgeben, zu dekonstruieren.“

Mögliche Fragestellungen wären seiner Meinung auch beispielweise

  • Was kann ein Mobiltelefon alles?
  • Was ist alles drinnen?
  • Warum werden wir getracked und überwacht?

Ich bin ganz seiner Meinung, dass wenn wir von zwölf Schuljahren ausgehen, in der digitalen Bildung einiges Platz. Sonvilla-Weiss sieht den Druck darin, dass versucht werden muss, eine Normierung herzustellen, Grundfähigkeiten im Umgang mit Tablets haben die meisten Kinder.

Erfüllung der Zielsetzung

Zur Erreichung des Ziels einer medienaufgeklärten Gesellschaft ist eine verpflichtende Medienbildung in der Aus- und Weiterbildung unerlässlich. Ob das Thema als Schulfach, fächerübergreifend oder als Workshop gehandhabt wird, kann frei entschieden werden. Im Vordergrund steht, den größtmöglichen Output zu erzielen.

Medienbildung fördert eine aktive aber kritische Nutzung der Medien. Um die Fragen und Herausforderungen der Zukunft lösen zu können, trete ich für eine Medienbildung – von klein auf – ein!

 

Welche Meinung vertreten Sie zu diesem Thema? Schreiben Sie mir!
Ich freue mich über jede Rückmeldung zu meinem Blog – auch wenn sie anderer Meinung sind. Ich bin für alle Inputs offen.

    Magdalena Mayer

    Mein Name ist Magdalena, ich bin 21 Jahre alt und komme aus Niederösterreich.
    Ich bin Studentin und besuche momentan den Medienlehrgang der Akademie für Dialog und Evangelisation in Wien.

    Viel Spaß beim Lesen meines Blogs! 🙂

    1. Sehr gelungener Artikel, der in meinen Augen ein ganz wichtiges Thema behandelt: Kinder sollen von manipulativen Einflüssen der Medien und anderen Gefahren, die von ihnen ausgehen, geschützt werden. Der Medienbildung von Kindern wird bis jetzt jedoch zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt und sollte daher unbedingt in der Schulbildung integriert werden!

    2. Dieser Artikel bringt die derzeitige Problematik die mit dem vermehrten medialen Konsum zusammenhängt auf den Punkt. Ich bin der Meinung, dass viele Eltern sich selbst zu wenig mit den Medien beschäftigen (auch meine), daher ist es für mich ebenso wichtig, dass den Kindern schon früh der richtige und vor allem kritische Umgang mit den sozialen Netzwerken gelernt wird.
      Ich bin der Meinung, dass auch für die Eltern ein Workshop wichtig ist, weil sie ihre Kinder meiner Meinung nach kontrollieren sollten, wo sie sich im Netz herumtreiben. Wenn die Eltern nicht wissen, auf was sie achten müssen, wie sollen sie es dann bei ihren Kindern wissen?

    3. In dem Artikel wir auch ganz genau meine Meinung beschrieben. Ich bin Au Pair und sehe wie viel Kinder mit den Medien zu tun haben. Somit bin ich auch der Meinung, dass schon im frühen Alter den Kindern der richtige Umgang vermittelt werden sollte.

    4. Dieser Artikel behandelt im Zeitalter der digitalen Medien ein besonders wichtiges Thema und ich stimme den hier angeführten Punkten vollkommen zu.
      Ich bin derzeit Lehramtstudentin und in vielen Vorlesungen wurde diese Thematik schon diskutiert.
      Der Medienbildung wird momentan leider viel zu wenig Aufmerksam geschenkt, dabei ist es schon wichtig Kinder im Volksschulalter über die Gefahren und Risiken zu informieren. Wie schon im Blog erwähnt, ist es für Eltern selbstverständlich ihre Kinder über die Bedrohungen in der „realen“ Welt aufzuklären. Warum warnt man sie dann nicht auch vor den „digitalen“?
      Außerdem sollten auch die Eltern unbedingt auf die Gefahren der digitalen Medien hingewiesen werden, denn oft wissen auch diese nur unzureichend darüber Bescheid.
      Meiner Meinung nach wäre es höchste Zeit ein eigenes Unterrichtsfach einzuführen oder zumindest dieses sehr wichtige Thema in den Lehrplan zu integrieren (beispielsweise im Unterrichtsfach Geschichte und Sozialkunde oder Informatik) und mit der Zeit zu gehen! Die Kinder müssen lernen sich kritisch damit auseinanderzusetzen!

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