Anne-Marie Slaughter zu Gast


von Anna Mayer am

Anne-Marie Slaughter ist wohl eine der renommiertesten Expertinnen für Internationale Beziehungen. Als ehemalige Beraterin von Hillary Clinton in deren Position als ehemalige US-Außenministerin hat sie auch maßgeblich politische Entscheidungen gestaltet und getragen. Von ihr gelesen habe ich jedoch 2012, als sie mit dem Artikel ‚Why Women Still Can’t Have It All‘ die Debatte um Geschlechtergleichheit in Familien- & Erwerbsarbeit maßgeblich bereichert hat.

http://www.theatlantic.com/magazine/archive/2012/07/why-women-still-cant-have-it-all/309020/

Ich wollte schon immer mehr als diesen, in meinen Augen, fantastischen Artikel von ihr lesen, hatte es aber dennoch bislang nicht geschafft. Es war mir deshalb eine große Freude, die Werbung für einen Vortrag von ihr auf dem Campus der Duke sehen zu können. Den Besuch ihres Vortrags zu aktuellen Brennpunkten habe ich deshalb sehr herbeigesehnt und wurde nicht enttäuscht. In einem knapp einstündigen Vortrag hat Slaughter klar und komprimiert die drei Brennpunkte Syrien, Venezuela und die Ukraine analysiert.

In Bezug auf die Ukraine hat sie argumentiert, sowohl die USA als auch die EU sollten sich auf die wirtschaftliche Stabilisierung der Ukraine konzentrieren. In Syrien ist das stärkere Engagement von amerikanischen Spezialeinheiten, laut Slaughter, unter einer Präsidentin Clinton gewiss. In den Augen von Slaughter haben sich ferner die USA auf einen zuspitzenden Konflikt in Venezuela einzustellen, weshalb eine stärkere Kooperation mit dessen Nachbarstaaten wichtig sei.

Insgesamt konstatiert Slaugther, dass in einer stetig enger verflochtenen Welt nicht mehr das Prinzip der ‚Schachspieler‘ in den Internationalen Beziehungen dominieren sollte, sondern auch Fähigkeiten von ‚Netzwerker‘ an Bedeutung gewinnen werden. Ein wenig hat sie dann auch ihre Thesen dazu erklärt, jedoch auch auf ihr neues Buch, welches im März 2017 erscheinen wird, verwiesen:)

 

 

 

 

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